Mission
Ein wichtiger Teil meiner Arbeit an der
Universität ist die Ausbildung von Studenten und die Betreuung von Promotionsstudenten.
Mir liegt daran, von der Liebe zu "meinem" Fach etwas weitergeben zu
können. Ich betreibe sowohl Grundlagenforsch als auch Psychotherapie.
Vor diesem Hintergrund hat sich in mir die
Überzeugung gefestigt, dass Wissen über das Funktionieren und Zusammenspiel von
Psyche und Körper sowie andere Ursachen für die Entstehung und
Aufrechterhaltung von psychischen Störungen eine oft entscheidende Grundlage für
eine erfolgreiche psychotherapeutische Behandlung darstellen. Zu oft vergessen
wir als Psychotherapeuten darüber nachzudenken, warum wir ein therapeutisches
Angebot machen und auf welcher Grundlage wir wissen, ob dieses Angebot
wahrscheinlich Hilfe bringen wird. Dieser Überzeugung folgend versuche ich in
meiner Lehre und bei der Betreuung von Psychotherapeuten in Ausbildung diesem
Anspruch gerecht zu werden.
Neben
meiner universitären Lehre bilde ich auch Psychotherapeuten fort. Zu folgenden
Themen habe ich bisher Kurse angeboten:
- Ursachen
und Behandlung der Generalisierten Angststörung.
- Ursachen
und Behandlung der Sozialen Angststörung
- Kognitive
Therapietechniken
- Verhaltenstherapeutische
Schmerzbehandlung
- Evidenzbasierte Psychotherapie.
Integration aktueller Forschung in die Fallkonzeption
- Phobische Störungen und Zwang
Von mir in Münster (mit)betreute und
abgeschlossene Doktorarbeiten:
- Ulla
Schwenkhagen (2000) Gedächtnisbias bei Sozialer Phobie: eine Untersuchung
anhand konkreter sozialer Stimuli
- Denis
Mourlane (2002) Experimentelle Manipulation der Wahrnehmbarkeit eines
Angstsymptoms bei der Sozialen Phobie
- Tanja
Upatel (2002) Spontane elektrodermale Aktivität als Sorgenindikator bei
Generalisierter Angststörung
- Daniel
Nischk (2003) Selektive Aufmerksamkeitslenkung bei einer Risikogruppe für
Idiopathic Environmental Intolerance
- Anke
Schiller (2004) Effekte einer Alkoholgabe auf die Informationsverarbeitung bei
sozial phobischen Frauen
- Inga Petersen (2005) Bodydysmorphic disorder and
bodybuilding.
- Karin
Lachenmeir (2006) Körperliche Aktivierung als Attributionsangebot bei Personen
mit Sozialer Phobie.
- Tanja
Andor (2007) Wahrnehmung phasischer physiologischer Aktivierung und
Metakognitionen bei Generalisierter Angststörung.
- Stephan
Stevens (2007) Der Einfluss von Alkohol auf die Informationsverarbeitung bei
sozialphobischen Patienten.
- Beate
Beck (2008) Soziale Phobie: Auswirkungen von Alkohol auf den expliziten
Gedächtnisbias und Untersuchungen zum Post-Event Processing.
- Fabian
Andor (2008) Panik ist nicht gleich Panik - Identifizierung symptomspezifischer
Subtypen der Panikstörung.
- Astrid
Nierhaus (2009) Die Wahrnehmung körperlicher Symptome bei chemischer Geruchssensitivität.
Von mir in Münster (mit)betreute und aktuell
laufende Doktorarbeiten:
Judith Eidecker: Verbesserung der Psychometrik der Sozialphobie
Adrianna Ewert: Einflussfaktoren der Furchtkonditionierung: eine fMRT-Studie bei Sozialphobikern
Ruth Hüweler: Effects of alcohol on intensity, perception, and interpretation of bodily symptoms in persons with and without fear of blushing.
Martina Jäger: Symptom oder Ursache? Welche Rolle spielen katastrophisierende Interpretationen von körperlichen Symptomen bei der Ätiologie der Panikstörung?
Swantje Koller: Furcht vor Situationen in denen eine Flucht schwierig ist: Über Agoraphobie, Klaustrophobie und andere Ängste.
Patrick Otto: Lernprozesse und Umweltsensitivität: Eine Studie zum Erwerb psychosomatischer Symptome bei Geruchssensitiven
Julia Patzelt: Der Einfluss der Interpretation von körperlicher Aktivierung auf Befürchtungen und Sorgen.
Anna Vossbeck Elsebusch: Die Bedeutung von Ekel auf die Entstehung und Aufrechterhaltung der Blut-Spritzen-Phobie
Ich freue mich mit und für meine Doktoranden über
eine Reihe von Auszeichnungen, die diese sich erarbeitet haben:
- Tanja
Andor
erhielt von der Fachgruppe Klinische Psychologie den Nachwuchsforscher-Preis
2008 für ihre Promotion
- Beate
Beck
und Adrianna Ewert wurden jeweils
mit einem Abschlussstipendium der Universität Münster ausgezeichnet
- Ruth
Hüweler
erhielt ein Stipendium der Daimler Benz Stiftung und führt ihre
Promotionsarbeit derzeit an der Boston University durch.

