Das Schwerpunktprogramm 1409 „Wissenschaft und Öffentlichkeit: Das Verständnis fragiler und konfligierender wissenschaftlicher Evidenz“ der Deutschen Forschungsgemeinschaft beschäftigt sich mit vordringlichen Forschungsfragen in dem Schnittfeld zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit. Es handelt sich hierbei um ein interdisziplinäres empirisches Forschungsprogramm an dem Projekte aus der Psychologie, der Kommunikations-wissenschaft, der empirischen Pädagogik, der Fachdidaktik und der Soziologie beteiligt sind.
Die Projekte des SPP untersuchen vornehmlich vier prototypische
Erfahrungsbereiche, in denen sich Laien der Fragilität wissenschaftlicher
Evidenzsicherung gegenüber sehen:
A. Die wissenschaftsbezogene Informationssuche im Internet.
Dazu gehört auch die aktive Nutzung der Kommunikationsmöglichkeiten zur
Wissenschaftsrezeption (z.B. in Internetforen).
B. Die Rezeption von Wissenschaft in Massenmedien und
Unterhaltsangeboten. Dazu gehört auch die Arbeit der 'Vermittler' zwischen
Wissenschaft und Öffentlichkeit, z.B. von Wissenschaftsjournalisten. Für diese
stellt sich die Herausforderung, die Fragilität wissenschaftlicher
Evidenzsicherung als Normalfall zu verdeutlichen, ohne dass dies in einen
Gegensatz zu einer Berichterstattung über tatsächlich erzielte Erfolge und
Erkenntnisse gerät.
C. Die Darstellung von Prozessen und Bedingungen wissenschaftlicher
Evidenzsicherung in Wissenschaftsmuseen.
D. Die Vermittlung von Grundkenntnissen über
wissenschaftliche Evidenzsicherung in der Schule.


