Wissenschaftstheorie für Psychologen. Eine Einführung
Franz Breuer
Münster: Verlag Aschendorff 1991, VI und 259 Seiten. Kartoniert EUR 15,30, ISBN 3-402-04025-5
Thema dieses Buches sind die wissenschaftstheoretischen Grundlagen der Psychologie. Die behandelten Aspekte reichen von erkenntnistheoretischen Problemen über historische, soziale, personal-subjektive Bedingungen wissenschaftlicher Tätigkeit, methodologische Kriterien bis zu ethischen Implikationen und der Verantwortung von Wissenschaftlern. Die Psychologie als (in Entwicklung befindliche) Wissenschaft wird hinsichtlich ihrer heterogenen Basisannahmen und Zugangsweisen beleuchtet. In diesem Buch werden die wissenschaftstheoretischen und methodologischen Grundlagen der empirischen Sozialwissenschaft Psychologie behandelt.
Darstellungsschwerpunkte sind:
- unterschiedliche erkenntnis- und wissenschaftstheortische Grundpositionen, deren Entwicklungen und aktuelle Tendenzen;
- die historisch-gesellschaftliche Einbettung und Rahmung der Wissenschaft, ihre instrumentellen, sozialen und subjektiv-personalen Aspekte und Komponenten;
- methodologische Kriterien, wissenschaftliche Standards und Regeln sowie deren Problematik v. a. in sozialwissenschaftlichen Zusammenhängen;
- Probleme der Ethik und Verantwortung, die mit wissenschaftlichem Arbeiten und der praktischen Anwendung wissenschaftlicher Erkenntnisse verbunden sind.
Die Heterogenität wissenschaftlicher und methodologischer Auffassungen wird hervorgehoben; viele Grundlagenfragen sind umstritten und ungelöst. Der beschreibende (statt normative) Blick auf Wissenschaft besitzt besonderen Stellenwert: Wissenschaftliche Tätigkeit wird von Personen mit bestimmten Eigenschaften und Ausstattungen ausgeübt, findet unter spezifischen interaktiven, sozialen, geschichtlichen Bedingungen statt.
Der Text ist vor allem als Einführung für Studierende und an Grundlagenfragen der Psychologie Interessierte gedacht.
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