Hauptnavigation: 

Institut für Psychologie in Bildung und Erziehung
AE Prof. Dr. E. Souvignier

Fliednerstr. 21
48149 Münster
Tel.: +49 251 83-34308
Fax: +49 251 83-34303
elmar.souvignier@psy.uni-muenster.de

Metanavigation: 


Forschung


1) Förderung des Leseverständnisses
2) Curriculumbasiertes Messen
3) Diagnose des Leseverständnisses
4) Kooperatives Lernen
5) Vorschulische Sprachförderung



1) Förderung des Leseverständnisses:
Interventionsstudien zur Förderung des Leseverständnisses zeigen, dass vor allem solche Programme gute Effekte bewirken, bei denen eine integrierte Vermittlung von Lesestrategien, der Reflexion über das eigene Leseverhalten und einer motivationalen Förderung realisiert wird. Ein Beispiel für ein solches, an Konzepten selbstregulierten Lernens orientiertes Programm, ist die von uns konzipierte Reihe der "Textdetektive" (http://www.textdetektive.de). Über die bisherigen Analysen zur Wirksamkeit dieses Ansatzes hinaus stehen insbesondere Fragen zur Erweiterung dieses Programms durch kooperative Elemente sowie zur Implementation in die schulische Praxis im Mittelpunkt unserer Forschungsinteressen. Hierzu führen wir aktuell eine vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Studie zur Professionalisierung von Lehrkräften mit dem Ziel der Förderung des Leseverständnisses durch.

Weitere Informationen zur Professionalisierung von Lehrkräften zur Förderung des Leseverständnisses

ausgewählte Publikationen:
Souvignier, E. & Trenk-Hinterberger, I. (2010). Implementation eines Programms zur Förderung selbstregulierten Lesens: Verbesserung der Nachhaltigkeit durch Auffrischungssitzungen. Zeitschrift für Pädagogische Psychologie, 24, 207-220.

Souvignier, E. (2009). Effektivität von Interventionen zur Verbesserung des Leseverständnisses. In W. Lenhard & W. Schneider (Hrsg.), Diagnose und Förderung des Leseverständnisses (Tests und Trends N.F. Band 7) (S. 185-206). Göttingen: Hogrefe.

Mokhlesgerami, J., Souvignier, E., Rühl, K. & Gold, A. (2007). Naher und weiter Transfer eines Unterrichtsprogramms zur Förderung der Lesekompetenz in der Sekundarstufe I. Zeitschrift für Pädagogische Psychologie, 21, 169-180.

Antoniou, F. & Souvignier, E. (2007). Strategy instruction in reading comprehension: An intervention study for students with learning disabilities. Learning Disabilities: A Contemporary Journal, 5, 41-57.

Souvignier, E. & Antoniou, F. (2007). Förderung des Leseverständnisses bei Schülerinnen und Schülern mit Lernschwierigkeiten - eine Metaanalyse. Vierteljahresschrift für Heilpädagogik und ihre Nachbargebiete, 76, 46-62.

Souvignier, E. & Mokhlesgerami, J. (2006). Using self-regulation as a framework for implementing strategy-instruction to foster reading comprehension. Learning & Instruction, 16, 57-71.

Souvignier, E. & Mokhlesgerami, J. (2005). Implementation eines Programms zur Vermittlung von Lesestrategien im Deutschunterricht. Die Rolle der Lehrenden. Zeitschrift für Pädagogische Psychologie, 19, 249-261.


2) Curriculumbasiertes Messen:
Das Konzept der "Curriculumbasierten Messung" stellt eine interessante Alternative zur gewohnten Statusdiagnostik im schulischen Kontext dar: Indem zentrale curriculare Lernziele diagnostiziert werden und der Lernprozess durch regelmäßige Messungen mit Paralleltests dokumentiert wird, erhalten Lehrkräfte und Kinder Rückmeldungen, die sich unmittelbar zur individuellen Förderung nutzen lassen.
In unserer Arbeitseinheit wurden in einem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Projekt Testverfahren zum Lesen und zu mathematischen Kompetenzen entwickelt und erprobt, die internetbasiert (http://quop.de) zur Verfügung gestellt werden. Die Auswertung der Testreihen erfolgt automatisiert. Neben einer Entwicklung der Testreihen stehen die Modellierung der Lernverlaufsdaten sowie die Evaluation von Effekten des Einsatzes des Konzepts Curriculumbasierten Messens im Fokus aktueller Forschungsprojekte.

Weitere Informationen zu den Forschungsprojekten zum Curriculumbasierten Messen

ausgewählte Publikationen:
Förster, N. & Souvignier, E. (in press). Curriculum-Based Measurement: Developing a computer-based assessment instrument for monitoring student reading progress on multiple indicators. Learning Disabilities: A Contemporary Journal.

Souvignier, E., Marder, E. & Wildfeuer, H.-P. (2009). Diagnose im Web. Kommune21, 1/2009, 52-53.


3) Diagnose des Leseverständnisses:
Kognitionspsychologisch begründete Modelle des Leseverständnisses stellen eine gute theoretische Basis zur Entwicklung von Leseverständnistests zur Verfügung. Wenngleich die großen Schulleistungsstudien (IGLU, PISA) entsprechende Kompetenzmodelle anbieten, besteht doch großer Nachholbedarf im Hinblick auf ökonomische, in der schulischen Praxis verwendbare Testverfahren für die Sekundarstufe. Mit dem Frankfurter Leseverständnistest (FLVT 5-6) wurde hier ein standardisiertes Verfahren entwickelt, das eine differenzierte Erfassung des Leseverständnisses in den Klassenstufen fünf und sechs erlaubt.

ausgewählte Publikationen:
Adam-Schwebe, S., Souvignier, E. & Gold, A. (2009). Der Frankfurter Leseverständnistest (FLVT 5-6). In W. Lenhard & W. Schneider (Hrsg.), Diagnose und Förderung des Leseverständnisses (Tests und Trends N.F. Band 7) (S. 113-130). Göttingen: Hogrefe.

Adam-Schwebe, S. & Souvignier, E. (2008). Messung des Leseverständnisses in der Sekundarstufe I: Validierung des Frankfurter Leseverständnistests FLVT 5-6. In B. Hofmann & R. Valtin (Hrsg.), Checkpoint Literacy. Tagungsband 2 zum 15. Europäischen Lesekongress 2007 in Berlin (S. 59-73). Berlin: dgls.

Souvignier, E., Trenk-Hinterberger, I., Adam-Schwebe, S. & Gold, A. (2008). Frankfurter Leseverständnistest (FLVT 5-6). Göttingen: Hogrefe.


4) Kooperatives Lernen:
Kooperative Lernformen haben das Potenzial zur Verbesserung des Wissenserwerbs, der Lernfreude sowie sozialer und kommunikativer Fähigkeiten. Allerdings zeigt sich in vielen Studien (und in der Praxis), dass dieses Potenzial nur bei einer gezielten Strukturierung und Vorbereitung kooperativer Lernsituationen abgerufen werden kann. Bisher durchgeführte Studien legen nahe, dass die anspruchsvolle Unterrichtsmethode des Gruppenpuzzles bereits in der Grundschule eingesetzt werden kann. Ein zentrales Anliegen unserer Arbeiten betrifft die Frage, welche Unterstützungsmaßnahmen (sowohl lehrer- als auch schülerseitig) die Wirksamkeit kooperativer Methoden verbessern können.

ausgewählte Publikationen:

Souvignier, E. (2009). Kooperatives Lernen in der Grundschule. In S. Wernke & F. Hellmich (Hrsg.), Lernstrategien im Grundschulalter (S. 160-173). Stuttgart: Kohlhammer.

Souvignier, E. & Kronenberger, J. (2007). Cooperative learning in third graders’ jigsaw groups for mathematics and science with and without questioning training. British Journal of Educational Psychology, 77, 755-771.

Borsch, F., Gold, A., Kronenberger, J. & Souvignier, E. (2007). Der Experteneffekt: Grenzen kooperativen Lernens in der Primarstufe? Unterrichtswissenschaft, 35, 202-213.

Glück, D. & Souvignier, E. (2007). Lehrerfortbildung zwischen Theorie und Praxis: Die Rolle von Lehrerinnen und Lehrern im Rahmen kooperativer Unterrichtsformen. In M. Krämer, S. Preiser & K. Brusdeylins (Hrsg.), Psychologiedidaktik und Evaluation VI (S. 207-216). Göttingen: V & R unipress.

Kronenberger, J. & Souvignier, E. (2005). Fragen und Erklärungen beim kooperativen Lernen in Grundschulklassen. Zeitschrift für Entwicklungspsychologie und Pädagogische Psychologie, 37, 91-100.


5) Vorschulische Sprachförderung:
Im Rahmen eines von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten (Effekte von Vorschul-Sprachförderprogrammen auf den späteren Schriftspracherwerb von Muttersprachlern und Migrantenkindern in der Schule; So 469/2-1) und aktuell von dem IDeA-Forschungszentrum weitergeführten Projekts werden Effekte unterschiedlicher Programme (KonLab, Hören Lauschen Lernen, Hörpfad) zur Förderung der Sprachkompetenz bei Kindern mit und ohne Migrationshintergrund längsschnittlich untersucht (Projektseite). Das Projekt wird gemeinsam mit Prof. Dr. W. Schneider (Würzburg) und Prof. Dr. A. Gold (Frankfurt) durchgeführt. Die Koordination des Projekts erfolgt in Frankfurt durch Dipl.-Psych. Dagmar Duzy.

ausgewählte Publikationen:
Dubowy, M., Duzy, D., Pröscholdt, M., Schneider, W., Souvignier, E. & Gold, A. (in Druck). Was macht den „Migrationshintergrund“ bei Vorschulkindern aus? Ein Vergleich alternativer Klassifikationskriterien und ihr Zusammenhang mit deutschen Sprachkompetenzen. Schweizerische Zeitschrift für Bildungswissenschaften.
















Impressum | © 2010 Institut für Psychologie in Bildung und Erziehung
Institut für Psychologie in Bildung und Erziehung
AE Prof. Dr. E. Souvignier

Fliednerstr. 21 · 48149 Münster
Tel.: +49 251 83-34308 · Fax: +49 251 83-34303
E-Mail: